Die Krawatte – was man(n) beim Kauf beachten sollte

Die Krawatte gilt als das wichtigste Accessoire der männlichen Garderobe. Ein kleines Sortiment hochwertiger Exemplare sollte also in keinem Kleiderschrank fehlen. Allerdings stellt deren Kauf so manchen Mann vor eine große Herausforderung. Beim gut sortierten Herrenausstatter ist man mit seiner Suche in jedem Fall besser aufgehoben als am Wühltisch. Fachkundiges Personal steht bei der Auswahl gern mit Rat und Tat zur Seite.

Edel oder praktisch: Das Material

Die eleganteste Ausstrahlung haben Seidenkrawatten mit ihrem dezenten Schimmer, jedoch lassen sie sich etwas schwerer binden als jene aus anderem Material. Ebenso edel, jedoch weich und geschmeidig mit matter Oberfläche, sind Krawatten aus Kaschmir.

Polyester stellt die günstigere Variante dar und ist bei hochwertiger Verarbeitung eine gute Alternative, reicht jedoch in Aussehen und Haptik an echte Seide nicht heran. Meist sind diese Krawatten waschbar und robust in der Verarbeitung.

Wolle, Leder und Mischgewebe ergänzen das Sortiment und werden bevorzugt je nach Saison, Region oder Anlass getragen.

Dezent elegant: Muster und Farbe

Da Anzüge, Hemden und Krawatten ein beachtliches Budget verschlingen können, empfiehlt es sich, die Garderobe einfach und gut kombinierbar zu halten. Ausgewogenheit zwischen Farbharmonie und Kontrasten ist das Ziel.

Als Faustregel für die Kombination von Anzug, Hemd und Krawatte gilt: maximal 3 Farben und 2 Muster.

Kombiniert wird von groß nach klein. Nach der Wahl des Anzuges folgt dazu das Hemd, ergänzt von der passenden Krawatte. Auf keinen Fall dürfen die Farben aller Teile identisch sein.

Einfarbige Krawatten sollten eine Stoffstruktur aufweisen, damit sie nicht glänzen und keinen zu festlichen Eindruck erwecken. Gemusterte Binder wirken umso vornehmer, je kleiner das Muster gehalten ist.

Nicht einerlei: Form und Länge

Krawatten sind in zwei unterschiedlichen Längen erhältlich. Die Größere ist ausschließlich hochgewachsenen Männern und jenen mit stattlichem Bauch vorbehalten. Die Auswahl des Knotens, ein gutes Augenmaß und etwas Übung entscheiden über die Länge der gebundenen Krawatte, welche perfekt ist, wenn sie am oberen Rand des Gürtels endet.

Die Breite der Krawatte wird von der Kragenform des Hemdes, sowie der Statur des Trägers bestimmt. Während eine breite Brust oder ein großer Bauch die schmale Krawatte geradezu verschlucken, steht sie einem zierlichen Mann meist hervorragend. Hohe oder gespreizte Kragen verlangen nach breiteren Krawatten, die einen voluminösen Knoten ergeben. Kleinere Kragen dagegen kombiniert man mit schmalen Bindern. Die Ausnahme ist hier das Button-Down-Hemd, zu dem man generell niemals eine Krawatte trägt.

Mit Liebe zum Detail: Die Verarbeitung

Wurde die Krawatte korrekt zugeschnitten und genäht? Der „Baumeltest“ bringt es ans Licht. Hält man sie am schmalen Ende und lässt sie nach unten hängen, so tut sie das im Idealfall gerade, ohne sich zu biegen oder zu verdrehen. Alles andere weist auf eine schlechte Verarbeitung hin und man wird sie auch später nicht dazu bringen, der Körperform und der Knopfleiste des Hemdes zu folgen.

Mit ebenso einfachen Griffen lässt sich die Einlage der Krawatte überprüfen. Bei guter Verarbeitung ist sie voluminös und füllt die Krawatte komplett aus. Dies garantiert eine stabile Form ohne Tragefalten. Eine Ausnahme bilden die besonders edlen Sevenfold-Krawatten, welche nur aus der mehrfach gefalteten Seide des Obermaterials bestehen und keine Einlage enthalten.

Ein weiteres Kriterium für eine gute Verarbeitung ist auch die Längsnaht auf der Rückseite der Krawatte. Ist sie elastisch, wird sie der Beanspruchung beim Binden standhalten und den Knoten in seiner Form unterstützen.

Nicht unwichtig: Der Preis

Krawatten aus Polyester kann man ab 20 Euro kaufen, handgenähte Seidenbinder findet man ab circa 70 Euro. Nach oben sind dem Preis keine Grenzen gesetzt, wobei man in der Regel ab 100 Euro den Namen des Herstellers bezahlt.

Fazit:
Hat man sich für eine passende, qualitativ hochwertige Krawatte entschieden, sollte man ihr künftig die entsprechende Aufmerksamkeit und Pflege angedeihen lassen. Man löst nach dem Tragen den Knoten, rollt sie vom schmalen Ende her locker auf und bewahrt sie liegend , vor Lichteinfall geschützt, bis zum nächsten Einsatz auf. So wird sie lange eine gute Begleiterin sein.

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